Brand Onboarder
Ein Figma-Plugin führt durch die Anlage einer Marke und die Eingabe ihrer Gestaltungsgrundlagen. Änderungen werden vor dem Anwenden als Vorschau geprüft.
Ein Roadshow-Prototyp machte die App-Idee für Möbelhändler erlebbar. Daraus entstand eine gemeinsame Designbasis mit Werkzeugen, die Markenanpassungen ermöglichen, ohne jede Komponente neu zu gestalten.
Möbelhändler sollten auf einer Roadshow erleben, wie eine App ihre Kunden von Beratung und Planung über Bestellung und Lieferung bis zum Service begleitet. Dafür wurde zunächst ein klickbarer Prototyp benötigt.
Die Multibrand-Vision kam vom Kunden. Ich verantwortete Konzeption und Design mit meinem Team. Brand Contract, Brand Onboarder und Brand Engine waren mein Lösungsvorschlag.
Wir gestalteten den Roadshow-Prototyp und ein Designsystem mit gemeinsamen Komponenten und austauschbaren Markenwerten. Ich entwickelte den Brand Contract als gemeinsame Regelbasis sowie das Figma-Plugin Brand Onboarder, die Brand Engine und den Web-Prototyp mit KI-Unterstützung.
Der Kunde konnte die App-Idee auf der Roadshow zeigen und erhielt eine gemeinsame Designbasis für mehrere Marken. Markenwerte lassen sich über eigene Werkzeuge pflegen, ohne jede Komponente neu zu gestalten.
01 Ausgangspunkt
Möbelhändler sollten direkt erleben können, wie die geplante App ihre Kunden begleitet. Dafür brauchten wir einen klickbaren Ablauf, der sich im Gespräch vorführen ließ. Der Roadshow-Prototyp machte aus der Produktidee eine konkrete Erfahrung.
Ein Beispiel ist der Bereich „Bestellungen“: Kunden finden dort alles rund um ihre Käufe. Größere Planungsprojekte bleiben davon unterscheidbar, weil etwa eine Küche zusätzliche Beratung, Renderings und Unterlagen umfasst.
Die zusammenhängende Kundenbegleitung bildete den Ausgangspunkt des Roadshow-Konzepts.
02 Designsystem

Produktstruktur und Designsystem entwickelten wir gemeinsam. Aus konkreten Abläufen entstanden wiederverwendbare Bausteine. Beim Einsatz auf den Screens wurde sichtbar, welche Inhalte und Zustände noch fehlten.
Für unterschiedliche Möbelmarken trennten wir Gestaltungsgrundwerte von ihrer Bedeutung in der Oberfläche. Komponenten greifen etwa auf „primäre Aktion“ oder „sekundärer Text“ zu. Die Marke bestimmt die zugrunde liegenden Werte.
Dabei zeigte sich: Markenanpassung umfasst auch Typografie und Radien. Diese Unterschiede mussten sich durch das System ziehen, ohne jede Komponente pro Marke neu aufzubauen.
Die gemeinsame Grundlage verbindet die Arbeit in Figma mit Flutter und Widgetbook.
03 Meine Eigeninitiative
Die Vision einer App für mehrere Marken kam vom Kunden. Meine Lösung dafür war ein gemeinsamer Brand Contract: Er legt fest, wie Markenwerte in Figma und Code verwendet werden. Brand Onboarder und Brand Engine schlug ich während der Arbeit am Designsystem vor und setzte sie selbst mit KI-Unterstützung um.

Ein Figma-Plugin führt durch die Anlage einer Marke und die Eingabe ihrer Gestaltungsgrundlagen. Änderungen werden vor dem Anwenden als Vorschau geprüft.
Eine gemeinsame Regelbasis verarbeitet und prüft die Markendaten für Figma und die Flutter-Übergabe. Dazu gehören beispielsweise Kombinationen von Text- und Hintergrundfarben sowie Typografie und Radien.
Figma-Plugin und Code-Generierung verwenden dieselben Regeln. So bleibt die Markenlogik an einer Stelle nachvollziehbar.
04 Prototyp & Erprobung
Auch den funktionalen Web-Prototyp konzipierte und implementierte ich selbst mit KI-Unterstützung. Eingaben, Filter, Couponaktivierung und Navigation reagierten auf die Nutzung. Damit konnten wir Verhalten untersuchen, das über das Wechseln zwischen Screens hinausgeht.
Ein Maze-Test mit neun Antworten lieferte konkrete Hinweise zur Orientierung:
Der aktuelle Stand einer Lieferung sollte innerhalb des Küchenprojekts präsenter sein.
Standorte wurden unter „Mehr“ gesucht; Coupons unter anderen Begriffen oder über andere Wege erwartet.
Die Rückmeldungen machten vor allem Handlungsbedarf bei Informationshierarchie und Bezeichnungen sichtbar.

Ergebnis & mein Beitrag
Eine gemeinsame App-Grundlage lässt sich an verschiedene Möbelmarken anpassen. Brand Contract, Figma-Plugin und Brand Engine machen diese Anpassung wiederverwendbar und halten die Regeln für Design und Code zusammen. Das schafft die Basis für den Ausbau auf weitere Händler.
Ein Roadshow-Prototyp machte das Konzept für Gespräche mit Möbelhändlern erlebbar.
Gemeinsame Komponenten, Brand Onboarder und Brand Engine unterstützen die Anpassung an unterschiedliche Marken.
Interaktive Abläufe ermöglichten die Untersuchung von Bedienung und Orientierung.
Meine eigene Umsetzung umfasst Brand Onboarder, Brand Engine und Web-Prototyp. Die eigentliche App und das Backend liegen beim Entwicklungsteam.